Schwarzer Obsidian
Aus der Sammlung Vulkanite und vulkanische Bildungen von Lukas Wallentin
Schwarzer Obsidian
Bei dem dokumentierten Objekt handelt es sich um ein massives, unregelmäßig geformtes Bruchstück aus schwarzem Obsidian, einem durch rasche Abkühlung entstandenen vulkanischen Glas. Das Exemplar zeichnet sich primär durch seine tiefschwarze Färbung und die Abwesenheit von makroskopisch erkennbaren Einschlüssen aus. Ein wesentliches diagnostisches Merkmal sind die ausgeprägten muscheligen Bruchflächen (konchoidaler Bruch), die über die gesamte Oberfläche des Objekts verteilt sind. Diese erzeugen scharfe Kanten und glatte, konkav gewölbte Vertiefungen. Auf diesen Flächen sind feine, konzentrische Wellenstrukturen sichtbar, die sogenannten Wallner-Linien, welche typisch für den Bruchverlauf in amorphen Materialien sind. Das Mineral weist einen intensiven Glasglanz auf, der besonders an den frischen Bruchkanten hervortritt und das einfallende Licht gerichtet reflektiert. Während der Kern des Objekts vollkommen opak erscheint, zeigt sich an den dünnen, spitz zulaufenden Randbereichen eine deutliche Transluzenz. In diesen Bereichen wechselt die Farbe von Tiefschwarz zu einem rauchigen Grau oder dunklen Braun. Die Textur ist glasartig und homogen, was auf eine rhyolitische Schmelze ohne signifikante Kristallisation hinweist. Es sind keine Spuren von Verwitterung, künstlicher Politur oder mechanischer Bearbeitung durch Werkzeuge erkennbar. Das Stück repräsentiert die natürliche Bruchform des Gesteinsglases.
SiO2 mit Beimengungen (u.a. MgO, Fe3O4)
Schwarz
5.50 Mohs
Sehr gut erhalten
Sammlerwert Mittel
Amorph
Transluzent
Weiß
Glasglanz
Zeigt die muscheligen Brüche und die Transluzenz an den dünnen Außenkanten.
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