Wüstenrose (Sandrose)
Aus der Sammlung Gesteins- und Mineraliensammlung von Lukas Wallentin
Wüstenrose (Sandrose)
Die vorliegende Wüstenrose (auch Sandrose genannt) ist ein charakteristisches Kristallaggregat, das aus linsenförmig verwachsenen Kristallen besteht, die in ihrer Anordnung an eine Rosenblüte erinnern. Das Exemplar weist eine längliche, horizontale Ausdehnung auf, bei der mehrere Rosettenzentren ineinandergreifen. Die Färbung ist ein gleichmäßiges, sandiges Beige bis Hellbraun, was auf den hohen Anteil an eingeschlossenen Quarzsandkörnern zurückzuführen ist. Diese Sandkörner sind während des Kristallisationsprozesses des Sulfatminerals (in der Regel Gips) in das Kristallgitter eingebaut worden. Die Oberfläche ist aufgrund dieser Einschlüsse körnig und zeigt einen matten Glanz. Die Kanten der einzelnen „Blätter“ sind deutlich ausgeprägt, zeigen jedoch an einigen Stellen die für dieses spröde Material typischen, leichten mechanischen Abnutzungen oder Bestoßungen. Es ist keine Begleitmatrix vorhanden; das Objekt besteht rein aus dem kristallinen Aggregat. Die Struktur ist komplex und zeigt eine Vielzahl von sich überschneidenden Kristallebenen, was dem Objekt eine hohe plastische Tiefe verleiht.
Ca[SO4] · 2H2O
Braun
2.00 Mohs
Gut erhalten
Dekorativ
Monoklin
Opak
Weiß
Matt
Entstanden durch Verdunstung mineralhaltigen Grundwassers in ariden Gebieten unter Einschluss von umgebendem Sand.
Gesamtansicht des beige-braunen Kristallaggregats mit rosettenförmigen Strukturen.
Gesteins- und Mineraliensammlung
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